Ortsteile

Rodishain

Lage und Einwohner:
Im Nordosten des Freistaates Thüringen,13 Kilometer nordöstlich von Nordhausen, an der Grenze zu Stolberg in Sachsen-Anhalt liegt dieser kleine idyllische Ort mit derzeit 270 Einwohnern und typisch dörflichen Charakter. Rodishain ist erreichbar über die Kreisstraße 10 und im Bereich der letzten Häuser geht die Straße in Wanderwege über.
Am 1.12.2007 wurde Rodishain zu Nordhausen eingemeindet.

Geschichte:
Das Rodishainer Wappen zeigt die wichtigsten Bestandteile der Ortsgeschichte, die Werkzeuge der Bergarbeiter im Silber- und Erzbergbau, die Tanne als Zeichen der Forstarbeiter und den Drachen.

Die ersten Siedler sollen sich zwischen 1190 und 1205 niedergelassen haben. Der Ort wurde in Kombination einer Forstsiedlung Stolbergs und einer Außenstelle des Klosters Walkenried gegründet, wie aus der ersten urkundlichen Erwähnung aus einem Urkundenbuch des Klosters Walkenried im Jahr 1221 hervorgeht. Zu dieser Zeit lebte man hier vom Silber- und Kupferbergbau, durch welchen auch der Rädersee, unweit des Ortes, entstanden ist
Bis Ende des 15. Jahrhunderts war Rodishain ein "Gräflich Stolbergisches" Bergbaugebiet. Nach Einstellung des Bergbaues, Ende des 15. Jahrhunderts, wurden die Rodishainer Waldarbeiter und Forstarbeiter. Im 19. Jahrhundert siedelten sich Handwerker aus dem Baugewerbe an.

Ältestes baugeschichtliches Zeugnis der Ortsentwicklung ist die Phillippi Jacobi - Kirche aus dem Jahr 1488. Die Kirche und das Dorfgemeinschaftshaus in der Hainfeldstraße und der angrenzende Spielplatz bilden den Ortsmittelpunkt. Durch den idyllischen Ort fließt der mit Natursteinufermauer umrahmte Ronnebach, der das Ortsbild dominiert und Rodishain seinen unverwechselbaren Charakter gibt. Das Wolfental bildet die landschaftliche Ortsgrenze zu Sachsen- Anhalt und der dort verlaufende Wolfsbach mündet unterhalb des Ortes in den Ronnebach. Kurz vor der Zusammenführung beider Bäche befindet sich das Ferienhotel „Zur Wolfsmühle“ mit eigenem Naturbadeteich, Saunahaus und angrenzendem Campingplatz.

Wohnen und Freizeit:
Rodishain bietet mit seinem Wohngebiet „An der Leite“ attraktives Wohnen in landschaftlich reizvoller Gegend. Der Campingplatz mit Hotel „Wolfsmühle“ ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen entlang dem Karstwanderweg und Lutherwanderweg. Stolberg ist über einen direkten Wanderweg über das Hainfeld erreichbar, gute Verkehrsanbindung zu Nordhausen und Radwege in Richtung Sachsen-Anhalt machen Rodishain attraktiv für Radfahrer und Wanderer.

Vereine und Veranstaltungen:
Der Ortsspitzname „Drachenland“ entstand einer Sage nach, in der hier angeblich die schönsten Mädchen, aber auch die bösesten Schwiegermütter gelebt hätten.
Der "Drachenland e.V." ist einer der maßgeblich das Dorfleben prägenden Vereine und wurde 2003 aus einer Elterninitiative heraus gegründet und gestaltet mit seinen Mitgliedern mehrmals im Jahr Feste für Familien, sowie Konzerte und Vorträge in der Kirche.

Das größte Event ist immer das Familien- und Kinderfest im Juni und weithin bekannt, die meistens über 300 Besucher kommen aus vielen Landkreisen und es zählt zu den größten Festen des Ortes.
Darüber hinaus engagieren sich die Rodishainer noch im Schützenverein „Rodishainer Schützenkompanie 1876 e.V.“, der einmal im Jahr das Heimat- und Schützenfest, mit Tanz und Blasmusik und einem Festumzug veranstaltet. Das Hoffest zum Erntedank und der Weihnachtsmarkt im Ferienhotel Wolfsmühle ziehen seit Jahren ebenfalls viele Besucher an. Weitere feste Bestandteile des Vereinslebens sind seit 2004 die freiwillige Feuerwehr Rodishain, seit 2018 auch wieder eine Jugendfeuerwehr und ein kleiner Taubenzüchterverein. Geplant wird derzeit die 800-Jahr-Feier im Juli 2021.


Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.