Boelcke-Kaserne
Auf dem Gelände an der Rothenburgstraße wurde 1936 eine Kasernenanlage errichtet, benannt nach dem Jagdflieger Oswald Boelcke. Bis Sommer 1944 war in den Kasernen die „Luftnachrichtenschule 1“ untergebracht. Ab 1943 wurden auf dem Kasernengelände mehrere Zwangsarbeitslager errichtet, ab Herbst 1944 wurde das Arrestgebäude der Kasernenanlage als Gestapo-Gefängnis benutzt und im Januar 1945 richtete die SS in zwei Garagenhallen ein Außenlager das KZ Mittelbau-Dora ein, welches als zentrales Sterbelager des KZ fungierte. Zum Zeitpunkt des ersten Luftangriffes am 3. April 1945 waren in den Lagern mehrere tausend Menschen interniert, ihre genaue Zahl ist unbekannt.

