Meldung

Öffnungszeiten der städtischen Museen zu Weihnachten

Montag, 20. Dezember 2021, 09:51 Uhr
Nordhausen (psv) Die drei städtischen Museen haben zum Jahresende geänderte Öffnungszeiten, auf die die Leiterin der Museen Susanne Hinsching, jetzt alle Besucherinnen und Besucher hinweisen möchte:
  • 22./23. Dezember hat das Museum Flohburg geschlossen
  • 24. und 25. Dezember geschlossen
  • 26. Dezember 10 bis 17 Uhr
  • 27. Dezember geschlossen
  • 28. bis 30. Dezember 10 bis 17 Uhr
  • 31. Dezember geschlossen
  • 1. Januar 14 bis 17 Uhr

Olaf Martens (Foto: Olaf Martens) Olaf Martens (Foto: Olaf Martens) Was es zu sehen gibt, erklärt sie hier:
„Im Kunsthaus Meyenburg ist die Sonderausstellung mit dem international bekannten Fotografen Olaf Martens zu sehen, die zeigt, dass sich sein Schaffen im Gegensatz zu seinen frühen Fotoarbeiten die im Museum Flohburg zu sehen sind - deutlich verändert und weiterentwickelt hat. Seit den 90-er Jahren hat sich die Farbigkeit in den Vordergrund geschoben. Die Reduktion von Schwarz-Weiß ist häufig einer optischen Opulenz gewichen. Dabei werden die Farben wiederum auf wenige kräftige fast schreiende Töne reduziert. Hinzu kommt ein hartes Licht, das wie ein Spotlight erscheint, der häufig die Welt um den Fokus herum in Dunkelheit taucht. Die Motive werden gleichermaßen aus dem Zusammenhang gerissen und blitzlichtartig vorgeführt. Auf einmal stehen sie allein da. Dieses Licht schmeichelt wahrlich nicht, es skizziert.
Kombiniert wird dies mit Posen, die von Natürlichkeit befreit sind. Die Abgelichteten wirken wie Figuren aus den Zeiten des Expressionismus. Viele seiner Fotos wirken wie barocke Gemälde, in denen ein ausgeklügeltes Licht bis in die kleinste Ecke dringt und eine Welt voller Details zeigt. Meisterhaft stellt er seine Motive in den Zusammenhang und bietet optisch Fäden, um die Geschichten anders zu spinnen. Diese Widersprüchlichkeit auf den ersten Blick verdeutlicht die gesamte Bandbreite von Olaf Martens und ist Beweis für sein Können.

In der Flohburg sind die Bilder des jungen Olaf Martens ausgestellt. Es sind Momentaufnahmen aus dem Alltag der DDR in den 80-er Jahren. Sie zeigen Menschen bei der Arbeit, im Alltag und in der Freizeit. Zumeist sind es helle Bilder mit fröhlichen Menschen und immer erzählen sie eine Geschichte. Das macht einen guten Fotografen aus: eine Geschichte mit einem einzigen Klick erzählen.

Auch in der Sonderausstellung im Tabakspeicher geht es ums Abbilden und Sehen. Die Ausstellung zeigt, welche faszinierende Erfindung es im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ermöglichte, die Welt in Bildern räumlich zu erleben: die Stereofotografie. Schon bald erfreute sie sich großer Beliebtheit. In ganz Europa herrschte eine regelrechte Stereomanie. Bald besaß jeder bürgerliche Haushalt ein Stereoskop zum Anschauen von 3D-Fotos. Mit diesem speziellen Betrachtungsgerät konnte man sich nun die Welt nach der Devise „Auf dem Sofa um die Welt“ kostengünstig nach Hause holen.“

Der Museumsbesuch findet unter den derzeit gültigen Coronaschutzverordnung nach 2 G-Regeln statt.
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