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Begleitprogramm des Kreissportbunds zur Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ - Fußball

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 14:52 Uhr
Nordhausen (psv) Im Mittelpunkt der Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ stehen 17 herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten. Nicht wenige Sportler, wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch oder die zehnfache Deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch, wurden deportiert und ermordet. Dem deutschen Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes, blieb wie vielen anderen nur die Flucht.

Um die Ausstellung vor der Stadtbibliothek zu begleiten, bietet der Kreissportbund Nordhausen auf dem benachbarten Rathausplatz ein interessantes und vielfältiges Begleitprogramm an. Am kommenden Samstag, 16. Oktober 2021, von 10 bis 14 Uhr, findet der Samstag unter dem Motto: „Fußball“ statt. Dann wird auf dem Rathausplatz der 1. Nordhäuser Fußball-Dart-Meister gesucht. „Wir stellen eine 6x6 Meter große Fußball-Dart-Scheibe auf und die Kinder, Mädchen wie Jungen, können auch zusammen mit Ihren Eltern am Dart-Wettkampf mitmachen“, freut sich Patrick Börsch, Geschäftsführer des Kreissportbunds.
Die Fußball-Dart-Meisterschaft ist allerdings wetterabhängig! Bei Regenwetter kann leider nicht gespielt werden.

Hintergrund Fußballpionier Walther Bensemann (Quelle: juedische-sportstars.de)
Einer der bedeutendsten Begründer des deutschen fußballs wurde am 13. Januar 1873 in Berlin geboren und starb im Schweizer Exil am 12. November 1934 in Montreux.
1892 macht Walther Bensemann in Karlsruhe sein Abitur. Die folgenden Jahre als Student der Englischen und Französischen Philologie an verschiedenen Universitäten werden zu seinen fußballerischen Wanderjahren: Bensemann ist an der Gründung von Fußballvereinen in Straßburg, Baden-Baden, Frankfurt, Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Marburg und München beteiligt. Noch heute bekannte Spitzenclubs wie Eintracht Frankfurt oder der FC Bayern München gehen auf von Bensemann gegründete Vereine zurück. Darüber hinaus organisiert er internationale Spiele deutscher Teams gegen Mannschaften aus Frankreich und England. Auch an der Gründung des DFB im Januar 1900 in Leipzig ist Walther Bensemann entscheidend beteiligt. Er ist es, der auf der Gründungsversammlung im Leipziger „Mariengarten“ den Namensvorschlag „Deutscher Fußball-Bund“ macht und dem heutigen größten Einzelsportverband der Welt seinen Namen gibt.
Aber noch mit einer weiteren Institution des deutschen Fußballs ist der Name Bensemann verbunden: Jeder Fußballfan kennt die Fußballzeitung Der Kicker. Der Begründer des erfolgreichsten Fußballmagazins Deutschlands war 1920 Walther Bensemann.
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