Meldung

3800 Rosen blühen zum 80-jährigen Jubiläum im Rosengarten

Donnerstag, 04. Oktober 2007, 14:27 Uhr
Nordhausen (psv) Die Liste der diesjährigen Jubiläen ist lang: 1080 Jahre Nordhausen, 500 Jahre Korn, 100 Jahre Villa Meyenburg oder 90 Jahre Theater. Auch der Rosengarten reihte sich da mit seinem 80-jährigen Bestehen ein. Denn im September 1927 erfolgte anlässlich einer Rosenschau in Nordhausen die feierliche Übergabe des Rosengartens an die Bevölkerung. An dieses Jubiläum erinnerte jetzt die stellvertretende Leiterin des Amtes für Umwelt und Grünordnung, Kerstin Windisch.

Mitglieder der Nordhäuser Ortsgruppe des "Vereins deutscher Rosenfreunde" hatten im Jahre 1926 die Idee zum Bau des Gartens, welche dann auch durch den damaligen Magistrat der Stadt unterstützt wurde. Einen geeigneten Standort zu finden war nicht leicht. Gartenbaudirektor Wilhelm Rohscheid von der städtischen Gartenverwaltung schlug in einem Gutachten 1926 den heutigen Standort in der Albert ? Traeger - Straße vor. Der Magistrat fasste noch im gleichen Jahr den Beschluss, das Gelände zur Verfügung zu stellen und den Bau zu finanzieren. Der Bau unter Leitung von Herrn Rohscheid war durch den strengen Winter 1926/27 sehr erschwert. Aber es gelang. Die Mitglieder des Rosenvereins bemühten sich um die kostenlose Bereitstellung von Rosen durch bekannte Rosenzüchter und pflanzten gemeinsam mit den Stadtgärtnern die Rosen.

Damals sei, wie man es heute auch noch teilweise sehen könne, für ein Beet nur eine Sorte gepflanzt worden, sagte Heike Münch, Sachgebietsleiterin Grünanlagenpflege im Umweltamt. In Mode waren damals die Teehybriden „Heute finden wir im Rosengarten über 100 Sorten auf den Beeten. Insgesamt pflanzten unsere Stadtgärtner hier 3800 Rosen an“, erklärt sie. Leider gebe es keine 80-jährige Rose im Rosengarten mehr. Die heute zu bestaunenden ältesten Bestände wurden Anfang der 90er Jahre gepflanzt. Die städtische Baumschule in der Halleschen Straße musste damals schnell beräumt werden, um den Bau eines Marktes Platz zu machen. Da habe sich der Austausch der vergreisten Rosenbeete angeboten.



Von links nach rechts: Stadtgärtnerin Marion Zimmermann, Heike Münch und Kerstin Windisch

1998/ 1999 wurden, um die Sortenvielfalt zu erhöhen, nochmals einige Beete umgestaltet. Es entstanden Beete mit Rosensorten mit so fantasievollen Namen wie "Duftrausch", " Kontrast" oder "Collette", kombiniert mit einer Vielzahl anderer Sorten ähnlicher Eigenschaften. So duften z. B. alle Rosen auf dem Beet "Duftrausch". Das Beet "Harmonie" zeigt die Rosen mit ihren Begleitpflanzen, den Stauden. Den Rosengarten pflegen die Gärtnerin Marion Zimmermann und zwei weitere Mitarbeiterinnen des Bereiches Grünanlagenpflege. Und das könne schon mal bis Weihnachten sein, denn auf Grund der Witterung sei ein dreimaliger Blütenflor keine Seltenheit mehr, sagte Kerstin Windisch abschließend.
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