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Gedenken anlässlich des 80 Jahrestags der Zerstörung der Stadt Nordhausen am 3. April 2025

Donnerstag, 03. April 2025, 15:29 Uhr
Gedenken anlässlich des 80 Jahrestags der Zerstörung der Stadt Nordhausen am 3. April 2025 (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Gedenken anlässlich des 80 Jahrestags der Zerstörung der Stadt Nordhausen am 3. April 2025 (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Nordhausen (psv) Am 3. April 2025 jährte sich die Bombardierung der Stadt Nordhausen zum achtzigsten Mal.

An diesem bedeutsamen Gedenktag fanden sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt, Repräsentanten der Fraktionen des Stadtrates sowie zahlreiche weitere Gäste auf dem Rathausplatz ein.

Nach einer musikalischen Einleitung von Herrn Uhlig und Herrn Uhl vom Carl Schroeder Konservatorium Sondershausen, eröffnete Oberbürgermeister Kai Buchmann die Gedenkveranstaltung mit den Worten: „Wir gedenken heute der Opfer, der Bürgerinnen und Bürger, Geflüchteten, Zwangsarbeiter, Häftlinge des KZ Dora und Soldaten, die ihr Leben verloren haben. Wir erinnern uns an das Leid der Überlebenden, die in den Trümmern all ihr Hab und Gut einbüßten.“

„Wenn wir heute, 80 Jahre später, der Zerstörung unserer Stadt und den Opfern jener Tage aber auch der Opfer des gesamten von Deutschland ausgehenden Krieges gedenken, dann tun wir dies in dem festen Willen, nie wieder jenes Gedankengut zuzulassen, das so viel Leid über die Welt und unserer Stadt brachte.“ so Buchmann weiter.

Frau Birgit Pommer, bis 2024 Präsidentin des Thüringer Landtages, wandte sich mit einer Rede an die Gäste. Sie thematisierte ebenfalls die Zerstörungen und das Schicksal der Menschen vor 80 Jahren. Sie mahnte dazu, das Geschehene nicht zu vergessen, und forderte dazu auf, nicht wegzusehen und auch in der heutigen Zeit Hass und Hetze nicht zu tolerieren.

Ein besonderer Beitrag war die Rede von Carla Buhl, eine Nordhäuser Zeitzeugin, die die Bombardierungen 1945 im Alter von 10 Jahren überlebte. Sie schilderte ihre Erlebnisse aus diesen Tagen, die Zerstörung, die Angst und den unfassbaren Lärm, während der Angriffe. Sie sprach davon, wie „verrückt“ alles war und das im wahrsten Sinne des Wortes, da viele Häuser und andere Dinge am Morgen des 04. Aprils an eine ganz andere Stelle gerückt worden waren.

Die Veranstaltung endete mit einer Schweigeminute, in der die Anwesenden der Opfer gedachten.
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