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Historiker Peter Longerich stellt neues Buch »Unwillige Volksgenossen« in Nordhausen vor

Bild: Bildanhang: Titelbild Peter Longerich: Unwillige Volksgenossen,
Bildanhang: Titelbild Peter Longerich: Unwillige Volksgenossen, (Foto: München: Siedler 2025)
Am Donnerstag, 11. September 2025, um 19 Uhr stellt der renommierte Zeithistoriker Peter Longerich sein Werk »Unwillige Volksgenossen. Wie die Deutschen zum NS-Regime standen. Eine Stimmungsgeschichte« im Ratssaal der Stadtbibliothek Nordhausen vor.

In seiner im Frühjahr dieses Jahres publizierten Neuerscheinung widmet sich Longerich einer Neubewertung der Frage, welche Einstellung die deutsche Bevölkerung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime einnahm und vertrat. Anhand einer umfangreichen Analyse der Lage- und Stimmungsberichte, die das NS-Regime regelmäßig verfassen ließ, wirft Longerich einen Blick auf Zustimmungswerte der Bevölkerung zu den ideologischen Zielen des Nationalsozialismus – und zeigt auf, wann und warum Unzufriedenheit, Angst oder Ablehnung geäußert wurden.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Peter Longerich, geb. 1955, lehrte als Professor für moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London und war Gründer des dortigen Holocaust Research Centre. Von 2013 bis 2018 war er an der Universität der Bundeswehr in München tätig. Er war einer der beiden Sprecher des ersten unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestags und Mitautor der Konzeption des Münchner NS-Dokumentationszentrums. Seine Biographien »Heinrich Himmler« (2008), »Joseph Goebbels« (2010) und »Hitler« (2015) fanden international ebenso Beachtung wie seine Studien »Wannseekonferenz« (2016), »Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte« (2021) sowie »Die Sportpalast-Rede 1943. Goebbels und der totale Krieg« (2021).
Das KZ Mittelbau-Dora steht exemplarisch für die Geschichte der KZ-Zwangsarbeit und der Untertageverlagerung von Rüstungsfertigung im Zweiten Weltkrieg. Heute ist die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen ein international bedeutender Bildungs- und Gedenkort. Sie wird jährlich von etwa 60.000 Menschen besucht und ist Teil der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora mit Sitz in Weimar.