Vortrag: „Nordhausen im Nationalsozialismus: Mythen und Legenden“ Flohburg | Das Nordhausen Museum

Auftaktveranstaltung der Reihe „Fake History – Geschichtsmythen unter der Lupe" am 21. Mai 2026 in der Flohburg
Die deutsche Bevölkerung habe von den Verbrechen nichts gewusst, sei unbeteiligt gewesen und letztlich selbst Opfer des Regimes geworden: Solche Narrative über die NS-Zeit halten sich bis heute hartnäckig im öffentlichen Bewusstsein – auch in Nordhausen. Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, geht Dr. Andreas Froese von der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora diesen Mythen nach und fragt, was die historischen Quellen dazu tatsächlich zeigen. Beginn ist um 18:00 Uhr in der Flohburg – Das Nordhausen Museum, Barfüßer Straße 6.
Der Vortrag beleuchtet den Alltag in der Diktatur, die Geschichte des KZ Mittelbau-Dora, die Bombardierung der Stadt im April 1945 sowie die widersprüchliche Erinnerungsgeschichte Nordhausens. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Frage, was historisch unzutreffend
ist – sondern warum sich bestimmte Erzählungen so hartnäckig halten und welche Funktionen sie in der Gegenwart erfüllen können. Im Anschluss an den Vortrag ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion. Der Eintritt ist kostenfrei.

Moderation: Jakob Schergaut (Geschichte statt Mythen).
Die Veranstaltung eröffnet die Reihe „Fake History – Geschichtsmythen unter der Lupe", die bis zum 15. Juni 2026 an vier Orten in Thüringen Station macht. Weitere Veranstaltungen finden in Gotha, Mühlhausen und Bad Langensalza statt. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen unter: https://www.geschichte-statt-mythen.de/veranstaltungen/mythen_veranstaltungsreihe_fake_history
Veranstaltet wird die Reihe vom Forschungsprojekt Geschichte statt Mythen, dem Netzwerk hist4dem – Historiker*innen für eine demokratische Gesellschaft und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung.