Meldung
Weiße Blusen für Frauenrechte und Gewaltfreiheit Fotoaktion der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten am 23.März 2026 in der Kunsthalle in Erfurt
In der Kunsthalle Erfurt zeigt die Schweizer Künstlerin Franziska ein internationales, transdisziplinäres und partizipatives Kunstprojekt, das die oft unsichtbaren Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen greifbar macht. 690 Frauen aus zwölf deutschen Bundesländern schrieben ihre Erlebnisse mit rotem Permanentstift auf weiße Blusen, die in der Kunsthalle Erfurt eine raumgreifende begehbare Installation ergeben.
In weißen Blusen, die symbolisch Gewaltfreiheit verkörpern, und mit den Namen ihrer Städte und Kreise, tragen die Gleichstellungsbeauftragten am 23. März 2026 sie die Botschaft des eindrucksvollen Kunstwerks aus der Kunsthalle Erfurt durch den Freistaat.
Die Botschaft der Beauftragten Stefani Müller der Stadt Nordhausen lautet:
Keine häusliche Gewalt und Diskriminierung von Frauen in Thüringen – und nirgendwo sonst. Frauen und ihre Geschichten müssen sichtbar sein. Sie müssen aus dem Dunkel des Verheimlichens und Nichtbeachtens ins Licht kommen Ein Leben ohne Gewalt ist Grundrecht. Wir rufen die Gesellschaft auf, wach zu werden und dies nicht länger hinzunehmen. Wir ermutigen Opfer und ihr Umfeld: Nutzen Sie die Anlaufstellen, um sicher aus Gewalt zu kommen.
Wir tragen Weiß und begrüßen die Ankündigungen von Ministerin Hubig anlässlich der aktuellen Geschehnisse um Collien Fernandez
Die Gleichstellungsbeauftragten danken allen Frauen, die mit ihrem Mut und ihrer Kraft Teil dieses Kunstprojektes geworden sind und somit Leid, Angst, Qual, aber auch Hoffnung und Kraft ins Licht bringen. Auch an sie übermitteln sie ihr Wirken für Schutz und Hoffnung und den Aufruf durch Thüringen, Gewalt und Diskriminierung und sich selbst als Frauen ins Licht zu bringen. Deutschlandweit werden nur ca. fünf Prozent der Fälle häuslicher Gewalt angezeigt
Die Beauftragten danken der Kunsthalle in Erfurt, dass auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Landesgleichstellungsbeauftragten die Ausstellung in Kooperation zustande kommen konnte und der Künstlerin für diese höchst emotionale, kraftvolle Kunstkampagne.
Über das Projekt:
WOMEN IN THE DARK – aufruhr des schweigens ist ein Kooperationsprojekt der Kunsthalle Erfurt mit der Schweizer Künstlerin Franziska Greber und der Thüringer Landesgleichstellungsbeauftragten.
Das internationale, transdisziplinäre und partizipative Kunstprojekt macht die oft unsichtbaren Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt greifbar. Die Ausstellung ist Bestandteil des Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Thüringen. Sie möchte die Öffentlichkeit sensibilisieren und Betroffenen Mut machen, ihr Schweigen zu brechen.
Ausstellungszeitraum: 15.03. – 31.05.2026
Vernissage: 14. 03. 2026 18.00 Uhr
Fototermin der Gleichstellungsbeauftragten für die Presse: 23.03.2026 10:00 Uhr
Ort: Kunsthalle Erfurt, Fischmarkt 7, 99084 Erfurt
Du bist nicht allein - Hilfe vertraulich und kostenfrei:
📞 Bundes-Hilfetelefon: 116 016 (24h, anonym, viele Sprachen) – hilfetelefon.de
📍 Über 200 Anlaufstellen Thüringen: handle-jetzt.de