Flohburg | Das Nordhausen Museum

Aktuelle Sonderausstellung

Flohburg

300 Jahre Nordhäuser Roland - Sein Bild in der Geschichte


Ab Dienstag, 23. Mai 2017, neue Sonderausstellung im Grünen Salon der Flohburg – Das Nordhausen Museum

Aus Anlass des 300. Geburtstages unseres berühmtesten Stadtsymbols zeigt die FLOHBURG |Das Nordhausen Museum im historischen Grünen Salon eine vom Historiker Dr. Peter Kuhlbrodt konzipierte Sonderausstellung zur bewegten Geschichte des Nordhäuser Rolands. Was wäre unsere altehrwürdige Stadt ohne ihn!
Viele verschiedene Rollen hat unser Roland im Verlauf seiner langen Existenz verkörpert. Er war ehrfurchtsgebietender Stellvertreter des Kaisers mit eigener Gerichtsbarkeit und Münzrecht. Später preußischer Untertan, Propagandist des Eintopf-Sonntags in der NS-Zeit und Aufbauhelfer Nr. 1 nach dem II. Weltkrieg. Und heute ist er auch eine Touristenattraktion.
Mit der Krone auf dem Haupt, dem Schwert in der Hand und dem Reichsadler im Schild zeigt er stolz und für jedermann sichtbar die ehemalige Reichssymbolik unserer Stadt. In vergangenen Zeiten empfingen Bürgermeister und Senatoren neben seinem Standbild ausländische Gesandte. Fürstliche und andere hohe Gäste hefteten kaiserliche und eigene Gesetzestexte und Verordnungen an seinen Schild.
Erstmals gezeigt wird ein wertvolles Fehdehandbuch aus dem Spätmittelalter, ein Originaldokument des Nordhäuser Stadtarchivs. Hier finden wir die erste Erwähnung des Nordhäuser Rolands am 19. September 1441. Auch wird der Frage nachgegangen, warum die Stadt gerade im Jahre 1717 einen neuen Roland aufstellen ließ.
In Fleisch und Blut, als Anführer der Rolandgruppe, erhebt er regelmäßig seine Stimme beim beliebten Volksfest, das seinen Namen trägt. Er spricht die „Sprache des Volkes" und verkündet auch mal unbequeme Wahrheiten. Neuerdings ist der Roland Vorkämpfer des Nordhäuser Protestes gegen die Erfurter Pläne, den Kreisstadtsitz in unsere Nachbarstadt Sondershausen zu verlegen.
Unübersehbar sind die bildlichen und figürlichen Darstellungen des Rolands, von denen in der Schau eine exquisite Auswahl gezeigt wird.



läuft vom 23.05.2017 - 30.07.2017


Flohburg

Nordhausen vor der Zerstörung bis heute

Sonderausstellung des Geschichts- und Altertumsvereins Nordhausen

Am Donnerstag, 18. Mai 2017 wird um 19:00 Uhr in unserem Stadtmuseum eine neue Sonderausstellung mit historischen Großfotos und aktuellen Abbildern von Alt-Nordhausen eröffnet. Die Anregung von Dr. Dirk Schmidt aus Aumühle zu dieser spannenden Schau griff der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein unter Hans-Jürgen Grönke lebhaft auf und setzte diese Idee in Zusammenarbeit mit der Flohburg | Das Nordhausen Museum mit viel Engagement in die Realität um.
Mehr als 70 Jahre nach der Zerstörung unserer Stadt 1945 bilden große, meist private historische Ansichtskartensammlungen die Grundlage zu dieser umfassenden Ausstellung des alten Nordhausens vor April 1945.
Noch leben ja Nordhäuser, die sich an das damalige Bild der Stadt zu ihrer Kindheits- und Jugendzeit erinnern. Sicher werden bei ihnen viele Reminiszenzen wach und können so an Jüngere weiter gegeben werden.
Für heutige wie auch künftige Generationen ist der in der Ausstellung beispielhaft mögliche Vergleich von Straßenmotiven von damals und heute anhand überlieferter mit aktuellen Fotografien bedeutsam und lehrreich. Stadtgeschichte und Städtebau können konkret nachvollzogen und vom selben Standpunkt der Fotografen beurteilt werden. Wurde der zerstörte Großteil Nordhausens ja nach dem II. Weltkrieg vollkommen und mit immensem Aufwand umgestaltet. Darüber wird die ab Ende Mai 2017 im Bürgerhaus zu sehende Sonderausstellung zum „Planungsstab Friedrich W.A. Stabe“ umfassend informieren. Nach dem Krieg hat die zentrale Stadtplanung – namentlich jene des „Planungsstabes Stabe“ die Mitte der Stadt völlig neu strukturiert. Die alten Straßenzüge sind verschwunden, die frühere Anpassung der Bebauung an die Landschaft der Stadtfläche ist durch Planierung und Beseitigung (z. B. Lesserstiege, Bahnhofstraße, Vor dem Vogel, Rautenstraße, Kornmarkt, Töpferstraße usw.) teilweise nicht mehr erkennbar.
Damit leisten praktisch beide – wenn gleich sehr unterschiedliche – Ausstellungen gemeinsam einen einzigartigen Beitrag zum 1090. Gründungsjubiläum der Stadt im Jahre 927 und die Alt-Nordhausen-Schau mit dem Verweis auf Wohnstätten von „Luthers Freunden im Südharz“ zugleich auch zum 500. Reformationsjubiläum.
Die Ausstellung ist nur mit Unterstützung von Sammlern und Förderern möglich geworden. Unser Dank gilt dem Förderverein Alte Kanzlei Bleicherode e.V., der Stiftung Kreissparkasse Nordhausen, dem Humboldt-Gymnasium. Das Stadtarchiv Nordhausen und andere Leihgeber stellten Bildvorlagen zur Verfügung.




läuft vom 18.05.2017 - 03.09.2017