Fachgespräch zur Sanierung Humboldt-Gymnasium: „Wir sind erleichtert über den intensivierten Gesprächsprozess“

Mittwoch, 16.November 2016, 17:16 Uhr
Nordhausen (psv) Nach einem heutigen Gespräch zwischen dem städtischen Amt für Stadtentwicklung und Vertretern des Landratsamt sowie der kreiseigenen Servicegesellschaft zur Sanierung des Humboldt-Gymnasiums zeigt sich Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh optimistisch:

„Wir sind erleichtert, dass der Landkreis unseren Gesprächsangeboten jetzt sehr positiv gegenübersteht. Wir kennen jetzt die Details des Vorhabens und können am Prozess der überfälligen Sanierung nun aktiv mitwirken. Die Sanierung des Gymnasiums wird ein Achtungszeichen in der Altstadt setzen, ist ein großer Schritt nach vorn in der Unterrichtsqualität. Deshalb gestalten wir das Projekt mit viel Optimismus “, sagte Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh. „Bei der längst überfälligen Sanierung und Neugestaltung des Hauptgebäudes des Gymnasiums an der Blasiistraße sind wir kompromissbereit. Wenn noch einige Details geklärt sind, steht einer zügigen Baugenehmigung nichts im Weg.“

Gut und wichtig sei die signalisierte Kompromissbereitschaft des Landrates zum Pro und Contra des geplanten Standorts der Mensa auf dem Spendekirchhof. „Denn seitens der Stadt sind gerade hier entscheidende Weichenstellungen für diesen Teil des Projektes vorzunehmen.

„Denn bei der Bebauung des Spendekirchhofs werden wir als Stadt gegenüber anderen Behörden viele Fragen beantworten müssen. Deshalb sehe ich hier weiteren großen Gesprächsbedarf. Das gilt auch für unsere SWG, die Eigentümerin des Spendekirchhofs ist.“

So befinde sich der Spendekirchhof im historisch und denkmaleschützerisch wichtigsten Areal im Herzen der Altstadt. Dieser Bereich sei aus vielen Gründen hoch sensibel, deshalb sei zum Beispiel zu klären, ob die Bebauung des historischen Klosterareals überhaupt möglich ist: „Die Stadträte haben eine Sanierungssatzung verabschiedet, die einen Erhalt des Spendekirchhofs - als Teil einer früheren Klosteranlage - in seiner jetzigen unbebauten Form vorsieht. Und schon jetzt gibt es einen ersten Fragekatalog der oberen Denkmalschutzbehörde an uns.“

Ein zweiter Diskussionspunkt seien die von der Stadt bereit zu stellenden Zuschüsse für den Mensabau auf dem Spendekirchhof und weitere Kosten. „Für jeden Euro aus der Städtebauförderung müssen wir als Stadt jeweils Eigenmittel bereit stellen. Das tun wir gern. Doch wir würden uns schnell im 100.000er Euro Bereich befinden für den Mensa-Bau an dieser Stelle. Das bringt uns Kollision mit den bereits geplanten Geldern für die fest geplante Neugestaltung des Blasiiplatzes, die Sanierung unseres Theaters oder die überfällige Sanierung unserer Stadtmauer“, so der Oberbürgermeister. Zu beachten sei evtl auch der Aufwand für archäologische Untersuchungen. „Deshalb sollten sowohl die Fachleute im Rathaus und Landratsamt als auch die politischen Gremien gemeinsam darüber nachdenken, ob nicht ein anderer, unkomplizierter Standort für die Mensa in Betracht zu ziehen ist. Unser Stadtplanungsamt hat dazu vorgeschlagen, einen Anbau der Mensa unmittelbar an das Hauptgebäude in der Blasiistraße vorzunehmen. Die Stadt könnte dafür Flächen bereit stellen. sagte Dr. Zeh. Er sei sich sicher, so der Oberbürgermeister „dass wir gemeinsam mit dem Landratsamt eine gute Lösung finden werden, die der Bedeutung des Humboldt-Gymnasiums voll gerecht wird und dem Charakter unserer Altstadt gut tut.“