Rothleimmühle

Jugendgäste- und Bildungshaus "Rothleimmühle" (Foto: )Der rote Lehm, der im benachbarten Gehege zu finden ist, gibt der Mühle ihren Namen.

Da die Mühle ursprünglich außerhalb der Stadt liegt, war sie oft Opfer von Überfällen und Brandschatzungen (1326, 1641).

In den folgenden Jahren werden in der Mühle Ölfrüchte und Getreide verarbeitet. An Pachtzins hatte der Müller an die Stadt jährlich 200 Taler in Gold, 67 Taler und 21 Groschen in Geld, 3 Scheffel Weizen, 16 Scheffel Roggen sowie ein fettes Schwein, 8 fette Gänse und beim jährlichen Abschlag des Mühlgrabens 8 Taler und 16 Groschen zu bezahlen.

Auf dem Gelände der Mühle entsteht 1860 das erste Freibad der Stadt. Um die Jahrhundertwende wurde der Mahlbetrieb eingestellt und das Gebäude als Wohnhaus genutzt.

Das ansehnliche Fachwerkensemble diente bis zur politischen Wende 1989 / 1990 als Kulturhaus für die Jugendorganisation der DDR, den "Jungen Pionieren".

Nach der Wiedervereinigung und einer umfangreichen Sanierung wird die Rothleimmühle vom Jugendsozialwerk Nordhausen e.V. als Jugendgäste- und Bildungshaus betrieben.

Seit 1998 arbeitet die Einrichtung nach dem von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Deutschen Jugendherbergswerk und dem "transfer e. V. Köln" entwickelten pädagogischen Konzept "GUT DRAUF - Bewegen, entspannen, essen - aber wie!"


The name of the mill derives from the red clay which can be found nearby. This is the area of the first outdoor pool of the city which opened in 1860. After a building renovation the Rotleimmühle is run by the youth and social organisation Jugendsozialwerk Nordhausen e.V. as a youth hostel and an educational building.

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