Die Tuberkulose im Spiegel der darstellenden Kunst, Literatur und Musik

08.11.2017, 19.00 Uhr
Die Tuberkulose, die in früheren Zeiten vielen Menschen zum Schicksal wurde, hat
vielfältige Spuren in der Literatur, in der Musik und in der Malerei hinterlassen. Keine
andere Krankheit wurde mit dem Wesen der Kunst in so enge Beziehung gebracht
wie diese Seuche. Es ist eine unglaublich große Zahl künstlerisch tätiger Menschen,
die an der Tuberkulose litten, und deren Erleben und Schaffen durch das Trauma der
früher unheilbaren Krankheit geprägt wurde. Sie reicht in der Dichtkunst von Matthias
Claudius über Anton Tschechow und Friedrich Schiller bis Franz Kafka, in der Musik
von Henry Purcell über Carl Maria von Weber, Niccolò Paganini bis Frédéric Chopin,
und in der Malerei von Pieter Brueghel und Antoine Watteau bis Amedeo Modigliani.
Die Tuberkulose war im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so
omnipräsent, dass auch andere Literaten, Maler und Komponisten sie in ihren
Werken thematisierten. Diesem Thema widmet sich in seinem Vortrag Prof. Dr.
Werner Ebert, ehemaliger Chefarzt der Thoraxklinik des Universitätsklinikum
Heidelberg und Initiator des „Museum des Deutschen Tuberkulose-Archivs“ im
Rohrbacher Schlösschen in Heidelberg
Eintritt: 5,00 €
Termin:
08.11.2017, 19.00 Uhr
Ort:
Nordhausen | Kunsthaus Meyenburg
Veranstalter:
Kunsthaus Meyenburg Förderverein e.V., 03631-881091