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Jahresempfang von Stadt und Hochschule: Nordhausen blickt zuversichtlich nach vorn
Zu Beginn des Abends erinnerte der Oberbürgermeister an drei Persönlichkeiten, die die Stadt Nordhausen über viele Jahre geprägt haben und kürzlich verstorben sind: den Ehrenbürger und Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg, den Ehrenbürger Probst Joachim Jäger sowie den langjährigen Stadtratsvorsitzenden Dr. Maximilian Schönfelder. Er würdigte ihren Beitrag für die Stadt und betonte, ihr Wirken habe Spuren hinterlassen, die nicht verblassen werden.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die aktuelle Auswertung des IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge des Institutes der deutschen Wirtschaft in Köln. Die Studie vergleicht die Qualität der kommunalen Daseinsvorsorge in allen 10.817 Gemeinden Deutschlands anhand von 17 Indikatoren – unter anderem in den Bereichen digitale Infrastruktur, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung.
Nordhausen erreicht dabei Rang 522 von 10.817 Gemeinden und liegt damit bundesweit in einem sehr guten Bereich. Der Oberbürgermeister machte deutlich, dass dieser Erfolg das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit sei – in der Stadtverwaltung ebenso wie bei den städtischen Beteiligungsunternehmen und vielen Partnern in der Stadtgesellschaft.
Nordhausen versorgt seine Bürgerinnen und Bürger gut. Im bundesweiten Vergleich sogar sehr gut.
Damit knüpfte er auch an die Diskussion um das Bild des öffentlichen Dienstes an und unterstrich, dass eine funktionierende Daseinsvorsorge keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis täglicher Arbeit vieler Menschen sei.
Neben der Anerkennung bereits Erreichten benannte der Oberbürgermeister klar die langfristigen Herausforderungen, vor denen Nordhausen steht. Dazu zählt insbesondere der demografische Wandel mit einer älter werdenden Bevölkerung und insgesamt rückläufigen Einwohnerzahlen.
Die Stadt setze deshalb auf vorausschauende Infrastrukturplanung, Fachkräftesicherung sowie eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen und der Hochschule. Junge Menschen, die in Nordhausen studieren, sollen die Stadt als attraktiven Lebens- und Arbeitsort kennenlernen und im Idealfall bleiben.
In diesem Zusammenhang hob der Oberbürgermeister hervor, dass Veränderungen gestaltbar sind und nicht einfach hingenommen werden müssen. Der demographische Wandel ist kein Schicksal. Er ist eine Gestaltungsaufgabe. Und Nordhausen nimmt sie an – gemeinsam: Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Hochschule und Verwaltung.
Der gemeinsame Jahresempfang von Stadt und Hochschule Nordhausen machte deutlich, wie eng Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunalpolitik in Nordhausen verflochten sind. Die anwesenden Gäste nutzten den Abend, um Kontakte zu pflegen, Projekte zu besprechen und neue Ideen für die Stadtentwicklung auszutauschen.
Ein besonderer Dank galt dem Wissenschaftlichen Verein Nordhausen, der den Empfang seit Jahren verlässlich unterstützt und damit ein klares Bekenntnis zur Partnerschaft von Stadt und Hochschule setzt.
Anschließend blieb Zeit für persönliche Gespräche und Vernetzung, begleitet von der Band Herrenzimmer – ganz im Sinne eines Jahresempfangs, der Rückblick und Aufbruch verbindet.
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