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Sanierung des Theaters Nordhausen

Das Theater der Stadt Nordhausen wurde letztmalig im Jahr 1984 grundsaniert. Die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes ist zum Erhalt des Spielbetriebes notwendig und soll die Existenz des Theaters über einen langfristigen Zeitraum absichern. Ferner wird die Spielstätte mit der Sanierung den Anforderungen eines zeitgemäßen Arbeitsschutzes für die Beschäftigten gerecht.

Baumaßnahme

Die Sanierung des Theaters wird in zwei aufeinander folgenden Bauabschnitten umgesetzt:

Im Ersten Bauabschnitt, voraussichtlich ab Mitte 2020 bis 2022, werden zunächst durch einen mehrgeschossigen Anbau an die rückwärtige Seite des Theaters zusätzliche Nutzflächen für Werkstätten, Hinterbühne, Büro- und Sanitärräume geschaffen, die für die räumliche Entlastung im Haupthaus und den Wegfall einzelner Werkstattgebäude sorgen werden. Dadurch werden Brandschutz und die Arbeitssicherheit für die Theatermitarbeiter verbessert.

Im zweiten Bauabschnitt geht es um die Sanierung des 100-jährigen Theatergebäudes. Auch da werden hauptsächlich der Brandschutz, die Haustechnik, die Bühnentechnik und die Statik ertüchtigt. Das „Theater unterm Dach“ erhält einen 2. baulichen Rettungsweg und kann somit als weitere Spielstätte im Haus erhalten werden.
Weitere Maßnahmen konzentrieren sich auf die barrierefreien Zugänge zu allen Ebenen des Theaters, dies wird durch die Anordnung eines Aufzuges an der Nordseite realisiert. Der Orchestergraben wird erweitert und im Zuschauerraum werden bauliche Veränderungen vorgenommen, die zukünftig die Akustik wesentlich verbessern.

Alle geplanten Maßnahmen werden mit Spielzeitbeginn 2024 abgeschlossen sein.

Finanzierung und Förderinstrumente

Für die Sanierung und Erweiterung des Theaters Nordhausen stehen finanzielle Mittel in Höhe von 24,2 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei werden zwölf Millionen Euro durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und zehn Millionen Euro durch die Thüringer Staatskanzlei bereitgestellt.

Bei der Förderung durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft handelt es sich um das Förderinstrument der Schuldendiensthilfe. Dabei nimmt die Stadt Nordhausen als Eigentümerin des Gebäudes einen Kredit in Höhe der Fördersumme auf. Zins- und Tilgungsleistungen werden komplett durch das Land Thüringen übernommen.

Die Förderung der Thüringer Staatskanzlei erfolgt durch die Bereitstellung der Mittel in mehreren Jahresscheiben, entsprechend des Finanzierungs- und Bauzeitenplans.

Die Stadt trägt darüber hinaus einen Anteil von 2,2 Millionen Euro als Eigenmittel.

Abruf der Landesmittel

Grundlage für die Gewährung von Fördermitteln ist die Erstellung eines Raumprogramms und die Ermittlung zusätzlich erforderlicher Nutzflächen, um die räumlichen Defizite und die damit verbundenen gravierenden Mängel hinsichtlich des baulichen Brandschutzes und des Arbeitsschutzes beseitigen zu können.

Dieses Raumprogramm (Grundvariante) mit einem Kostenrahmen von 24,2 Mio. € wurde geprüft und als Prinzipstudie vorgelegt. Diese wurde am 06.04.2018 der TSK vorgestellt und liegt im finanzierbaren Gesamtbudget.

Die Darstellung der Gesamtfinanzierung wird bis zur Antragstellung der Fördermittel im November 2018 beim TMIL durch einen Bauzeiten- und Finanzierungsplan konkretisiert.

Vergabe und Leistungsphasen

Die Stadt Nordhausen unterliegt als öffentlicher Auftraggeber bei allen Ausschreibungen den vergaberechtlichen Vorschriften. Mit der Beantragung der Fördermittel beim TMIL im November 2018 sind Planungsunterlagen bis zur Leistungsphase 3 der HOAI (Entwurfsplanung) einzureichen. Diese Planungsleistungen wurden europaweit im Verhandlungsverfahren gemäß der Vergabeverordnung von öffentlichen Aufträgen ausgeschrieben.

Das Ausschreibungsverfahren der Planungsleistungen im Verhandlungsverfahren nach § 17 VgV sieht vor, dass sich zunächst alle interessierten Planungsbüros für eine Teilnahme am Verhandlungsverfahren bewerben können. Um für diese anspruchsvolle Planungsleistung den geeigneten Planer auszuwählen ist es unerlässlich, Kriterien zu definieren, auf deren Grundlage die Leistungsfähigkeit, Fachkompetenz, Erfahrung und Zuverlässigkeit geprüft werden kann.

Die Einhaltung der vergaberechtlichen Vorschriften ist Bedingung für die Gewährung der Fördermittel.

Die Beauftragung der Planungsleistungen bis Leistungsphase 3 wird durch den Freistaat Thüringen zu 100 % gegenfinanziert.