Anfrage an den Oberbürgermeister

Anfrage vom 07. März 2018
gestellt von: Stadtratsmitglied Prof. Dr. Ansgar Malich
Bahnverkehr Nordhausen
Mit der Inbetriebnahme des ICE-Knotenpunktes Nordthüringen ist für Nordhausen keine Verbesserung eingetreten. Man sei weder an den ICE-Knoten Halle noch an den ICE-Knoten Erfurt angebunden. Es ist an der Zeit, eine bessere verkehrstechnische Anbindung Nordhausens zu fordern und in Gespräche mit der Landesregierung zu gehen.

Hat die Stadt Nordhausen vor, mit der Landesregierung in Verhandlungen zu treten und auf die unzureichende Bahnanbindung Nordhausens hinzuweisen?
Die bessere Anbindung von Nordhausen an den neuen ICE Knoten in Erfurt ist vom Ausbau der Strecke Nordhausen – Erfurt abhängig. Die Deutsche Bahn plant in den nächsten Jahren die Sanierung der Strecke und damit die Verkürzung der Fahrzeiten auf ca. 55 Minuten. Dann kann die Einfahrt der Züge in den Hauptbahnhof Erfurt neu geplant werden. Wir gehen von einer Verkürzung der Umsteigezeiten aus. Die Stadt ist zu dieser Thematik mit der Nahverkehrsservice GmbH (NVS) des Landes im Gespräch. Die Forderungen nach verbesserter Anbindung sind regelmäßig Thema bei den Beratungen zu den neuen Fahrplänen. Für den Bahnhof Halle führt die NVS regelmäßige Abstimmungen mit der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA). Für die Verbesserung der Anbindung Nordhausen - Halle wird der Umbau des Hauptbahnhofes Halle und die fehlende elektronische Steuerungsanlage auf dem Bahnhof Sangerhausen als technische Hürde vorgebracht. Vorteil ist zumindest die voll elektrifizierte Strecke, die Geschwindigkeiten > 120 km/h zulässt. Aussagen zu Verbesserung der Umsteige-beziehungen können nicht getroffen werden. Der Freistaat Thüringen hat Gunsträume für die Auswirkungen des ICE Knotens Erfurt identifiziert. Eine Studie, die mögliche förderwürdige Projekte auch in Nordhausen definiert, soll in den nächsten Monaten vorgestellt werden. Welche Auswirkungen das auf die Stadt hat, kann dann gern im Ausschuss beraten werden.
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