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Stempeda

Stempeda ist eine der ältesten des Siedlungsgebietes zwischen den Höhenzügen des Südharzes und liegt an der nördlichen Grenze des Landes Thüringens in der Krebsbach-Thyra-Niederung (Helmegau). Bei der Grenzregulierung kam es 1952 zum Kreis Nordhausen.

Der Name des Ortes weist bis in die germanische Zeit zurück und wird von Namensforscher zur ältesten Namengeschichte 300 bis 600 n. Chr. eingeordnet.

Das heutige Haufendorf hat sich offenbar aus einer fränkisch-thüringischen Siedlung entwickelt. Die früheste urkundliche Erwähnung erfolgte 1312 im Bürgerbuch zu Nordhausen, in dem der Ort Stempede genannt wird. In den Urkunden der Grafen von Stolberg heißt er 1378 Stempede und 1417 Stempeda. Im Ortsnecknamen wird das Dorf "Stempel" genannt.

Im 13. Jahrhundert kam es unter die Herrschaft des Grafen von Stolberg.

Die St. Moritz Kirche im Dorf ist eine der ältesten aus Gipsstein gebauten Kirchen Deutschlands, deren Ursprung bis in die romanische Bauperiode zurückreicht. Seit 1996 unternimmt das Dorf große Anstrengungen, die baufällige Kirche zu sanieren

Stempeda

Die Nähe zur „Heimkehle“, der größten Höhle Deutschlands, zur kulturhistorischen Stadt Stolberg, zur Grasburg Ibergtalsperre im reizvollen Karstgebiet des Alten Stolbergs sowie die Nähe des Harzes bieten Wanderfreunden Erholung und Entspannung.

Die unterirdischen Höhlen am nahe gelegenen Steilhang gehörten während der Kriegsjahre 1944/ 45 zum Lager B4, einer Außenstelle des berüchtigten KZ-Mittelbaus „Dora“ bei Nordhausen.

Der historische Rückblick zeigt, dass die politischen Gemeinden Stempeda, Rodishain, Buchholz, Petersdorf, Neustadt und Ilfeld durch das Fürstenhaus Stolberg miteinander verbunden waren.