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Hesserode

Hesserode liegt am Westrand der Helme-Unstrut-Niederung, rund 2 Kilometer von Nordhausen entfernt und zählt rund 660 Einwohner.

Hesserode, das von einem Mann namens Hasso auf einer Waldrodung gegründete Dorf, ist um das Jahr 932 erbaut wurden. Urkundlich wird Hesserode erstmals 1231 erwähnt.

Graf Heinrich II. von Honstein überlässt 1252 die Kirche St. Viti samt dem Patronatsrechte dem Kloster Ilfeld, das von seinen Vorfahren gegründet worden war und dem er im darauffolgenden Jahr auch sein Erbgut in „Hesserod“ für 100 Mark Silber verkauft. Die Stiftung der Kirche erhält erst 1333 Erzbischöfliche Mainzische Bestätigung. Die alte Kirche brennt 1733 durch Blitzschlag ab - die heute existierende Kirche wird 1736 vollendet.

Hesserode gehört im Mittelalter zum Amt Klettenberg, das mit dem Amt Lohra die Grafschaft Honstein bildet. 1593 kommt die Grafschaft an das Bistum Halberstadt und durch den Westfälischen Friedensschluss 1648 an Kurbrandenburg.

Hesserode liegt im Mittelalter an einer wichtigen Heerstraße, die von Nordhausen über den Holungsbügel, Hesserode und Großwechsungen bis nach Mühlhausen führt und „Hohe Straße“ genannt wird. Die heutige Fernverkehrsstraße Nordhausen-Heiligenstadt-Kassel wird erst nach 1807 in der sogenannten „Franzosenzeit“ angelegt.

Als erste Verwaltungsgemeinschaft wird am 6. Juni 1991 im Landkreis Nordhausen die Verwaltungsgemeinschaft „Helmetal“ gegründet, zu der auch Hesserode gehört.

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform wird Hesserode am 1. Januar 1997 zur Stadt Nordhausen eingemeindet.


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