Bochum

Die größte Partnerstadt

Die Ruhrmetropole Bochum mit ca. 400 000 Einwohnern liegt in einer der vitalsten Wirtschaftsregion Deutschlands und ist Mittelpunkt des dichtesten und leistungsfähigsten Verkehrsnetzes Europas.

Erstmalig erwähnt wird Bochum im Jahre 1041. Ähnlich wie Nordhausen hat Bochum im Mittelalter unter verheerenden Stadtbränden und Seuchen zu leiden. Ebenfalls ähnlich wie Nordhausen ist Bochum als wichtiger Standort der Rüstungs- und Rohstoffindustrie zum Ende des II. Weltkrieges bevorzugtes Ziel von Luftangriffen.

Der Abbau der Steinkohle prägt jahrelang das Stadtbild. Er wird industriell seit 1700 betrieben, später zieht die Eisen- und Stahlindustrie nach. Diese Verbindung hält bis 1960, als das große Zechensterben beginnt. Innerhalb von 13 Jahren werden alle Zechen geschlossen.

Der daraus entstehenden Arbeitslosigkeit begegnet man mit der Ansiedlung eines großen Werkes der Opel AG und von Unternehmen der Textilindustrie sowie mit der Gründung der Ruhruniversität. Unter anderem durch Umnutzung und Renaturierung der Zechenlandschaft wird der Strukturwandel gestaltet - Bochum wird zur Stadt im Grünen und ist Kulturzentrum der Region.

Die Partnerschaft mit Nordhausen besiegeln am 17. Juni 1990 die damaligen Bürgermeister Dr. Manfred Schröter (Nordhausen) und Oberbürgermeister Heinz Eickelbeck feierlich im Nordhäuser Stadttheater.

Zuvor hatten angesichts der bevorstehenden Wiedervereinigung Deutschlands 30 Städte Interesse an einer Partnerschaft mit der grenznahen Stadt Nordhausen gezeigt. Die Nordhäuser entscheiden sich mit Bochum für die größte - und vermeintlich reichste - Stadt. Die Partnerschaft erweist sich bald als „Glückstreffer“: Es entwickeln sich viele Aktivitäten - angefangen bei direkter Verwaltungshilfe bis hin zur Überlassung technischer Ausrüstungen, um Nordhausen Anfang der 1990er Jahre den Start in die kommunale Selbstverwaltung zu erleichtern. 1990 werden dann sowohl in Bochum als auch in Nordhausen die Vereine zur Förderung der Partnerschaft gegründet.

Ein besonderes Zeichen setzen die Bochumer mit der Restaurierung des zweitältesten Nordhäuser Hauses in der Rosengasse 55, das im September 1993 Bochums Oberbürgermeister Heinz Eickelbeck an die Nordhäuser übergibt. Das Wohnhaus trägt seither den Namen „Bochum-Haus“.

Vielfältige Beziehungen, wie zum Beispiel zwischen den Bergmannsvereinen, den Kirchengemeinden, Schulen und Chören oder die Jugendaustausche beider Städte prägen mittlerweile die Partnerschaft.


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