Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)

Ziele für die Stadtentwicklung in Nordhausen bis 2030

Die Stadt Nordhausen möchte gemeinsam mit den Nordhäuser Bürgern Ideen sammeln, Probleme analysieren, Chancen entdecken und eine Vision entwickeln, wie unsere Stadt in der Zukunft aussehen soll und welchen zukünftigen Anforderungen sie gerecht werden muss. Dazu fand am Mittwoch, den 9. April 2014 um 19 Uhr eine Auftaktveranstaltung im Rahmen der Nordhäuser Stadtgespräche in der Turnhalle der Bertolt-Brecht-Schule auf dem Petersberg statt.

Was bewegt Sie, wenn Sie an Nordhausen denken? Wie und wo wollen die Nordhäuser in ihrer Stadt in 15 Jahren leben? Wie gelingen gemeinsame Aktionen, welche die stadtbezogene Identität fördern? Wie können junge Menschen und Fachkräfte dazu bewogen werden, sich hier in Nordhausen Zuhause zu fühlen, Familie zu gründen und sich für diese Stadt zu engagieren?
Antworten auf derartige Fragen liegen nicht auf der Hand, weil sie von übergeordneten Rahmenbedingungen und regionalen Standortfaktoren beeinflusst werden. Ein Schlüssel könnte in der Spezialisierung und Profilierung von Nordhausen nach außen liegen. Für eine Wahl Nordhausens als Wohn- und Lebensstandort wirken komplexe Zusammenhänge aus verschiedenen Themenbereichen ineinander. Die Bevölkerungsentwicklung ist ein Ergebnis aus Wohnqualität, wirtschaftlicher Leistungskraft, vorhandenen Arbeitsplätzen, Freizeit - und Kulturangeboten und dem Vorhandensein eines Heimatgefühls.

Für die aktive Mitarbeit wurden öffentlich alle Bürger sowie gezielt Akteure verschiedener Interessensgruppen eingeladen. Im Ergebnis hat sich ein Bürger- und Akteursgremium konstituiert, welches in einem kontinuierlichen Arbeitsprozess steht. Auf Grund der Vielzahl von Interessenten entstand ein breites Spektrum an Beteiligung. Dadurch werden Meinungen von Bürgern und Akteuren aus verschiedenen Stadtteilen und Themenbereichen transparent gemacht und gemeinsam diskutiert. Im Rahmen von abendlichen Werkstätten werden in den nächsten Monaten gemeinsam Potenziale entdeckt, Ziele formuliert, Handlungserfordernisse aufgezeigt und daraus ein Leitbild für die zukünftige Entwicklung der Stadt Nordhausen entwickelt. Dieses Leitbild ist ein Hauptbestandteil des Stadtentwicklungskonzeptes, welches nunmehr auf den zeitlichen Horizont 2030 fortgeschrieben werden soll. Der Name „ISEK 2030“ heißt abgekürzt „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“. Integriert deshalb, weil dort die Belange der wesentlichen, die Stadtentwicklung betreffenden Fachthemen, wie z.B. Bevölkerung, Soziales, Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Kultur, Verkehr, Klima und Umwelt sowie Energie und viele andere miteinander vernetzt werden.

Die Arbeit mit Bürgern, Interessensvertretern und Akteuren fließt in die Zielplanung des Stadtentwicklungskonzeptes ein, welchen allen Verantwortungs- und Entscheidungsträgern als politisch legitimierte Grundlage zur Orientierung dient. Auf dieser Internetseite werden Sie regelmäßig über die Ergebnisse der Werkstattgespräche informiert.

Auf der Internetseite werden Sie über die Ergebnisse der Werkstattgespräche informiert und können Präsentationen sowie Protokolle und Fotos aus den Werkstätten finden.

Zielplan aus dem bisher gültigen ISEK 2020:


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1. Werkstatt - 5. Mai 2014

Am Montag, den 5. Mai 2014 fand die erste Werkstatt zum Leitbild Nordhausen 2030 statt.

Los ging es um 18 Uhr in der kleinen Aula des Herder-Gymnasiums.

Nachdem der Anmeldeschluss auf Grund des großen Interesses verlängert worden war, folgten zum Einen fast alle geladenen Interessensvertreter der großen Akteure in Nordhausen der Einladung zur Mitgestaltung am Leitbild. Darunter erschienen Vertreter aus Kultur, Tourismus, Handelsgewerbe und Unternehmerverbände, Senioren-/Behindertenbeauftragter, Verkehr, Bildung, Sozialarbeit, Kirchen, Gesundheit Vertreter der Fachämter, der politischen Fraktionen und natürlich des Oberbürgermeisters persönlich. Beispielhaft seien das Südharzklinikum und die beiden großen Wohnungsunternehmen (SWG und WBG) sowie die Stadtwerke bzw. kommunale Energieversorgung genannt.

Des Weiteren meldeten sich nach dem öffentlichen Aufruf eine Vielzahl von interessierten Bürgern und Interessensvertretern an, sodass sich schlussendlich ein sehr engagierter Personenkreis zusammenfand, welcher in den nächsten Monaten kontinuierlich zusammenarbeiten wird um die Frage zu beantworten:

„Wie soll Nordhausen im Jahre 2030 aussehen?“.

Dazu arbeiteten die 65 Bürger und Akteure zunächst an einer Bestandsaufnahme von Qualitäten und Visionen sowie von Hemmnissfaktoren für die zukünftige Stadtentwicklung Nordhausens.

Statt „Feierabend“ hieß es also „Arbeitsabend“ und es galt, Meinungen aus den verschiedenen Interessenslagen transparent zu machen und in Themenbereiche zu strukturieren.

Abschließend sollten die Teilnehmer die Themenbereiche mit Punkten für die Wichtigkeit belegen.

In den nächsten Werkstätten wird in Arbeitsgruppen weiter gearbeitet werden, in denen alle Themenbereiche mit ihren Querbeziehungen gebündelt behandelt werden. Dabei stehen Ziele und Handlungsansätze im Mittelpunkt, denn daraus sollen Kernsätze für das Leitbild entwickelt werden.

In einem Schlusswort stellte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh fest, dass eine wichtige Etappe für eine gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Akteuren der Stadt begonnen hat und im Rahmen der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes aus dem Jahre 2008 fortgesetzt wird.

Neben dem Thema „gute Kommunikation“ sollte das Thema „Familienfreundlichkeit“ und „Barrierefreiheit“ dabei einen wichtigen Stellenwert erhalten, denn darin liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Nordhausen.

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Protokoll Bürger- und Akteursgremium 5. Mai 2014

Leitbildentwicklung

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2. Werkstatt - 5. Juni 2014

Am Donnerstag, den 5. Juni 2014 fanden sich die Bürger und Akteure zur zweiten Arbeitsrunde für eine Leitbildentwicklung „Nordhausen 2030“ ein. Los ging es wieder um 18 Uhr, diesmal in der großen Aula des Herder-Gymnasiums.

Es kamen nahezu alle Teilnehmer, welche auch in der ersten Werkstatt mitarbeiteten. „Das zeigt das große Interesse an der Thematik“, stellte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh eingangs fest. Darüber hinaus erschienen noch ergänzend geladene Bürger und Akteure von Interessensgruppen, welche am 5. Mai nicht teilnehmen konnten. Um die Kapazitätsgrenzen nicht zu sprengen, mussten die maximale Teilnehmerzahl begrenzt und Mehrfachvertretungen von Funktionen vermieden werden. Durch die konstante Besetzung konnte aber auch der kontinuierliche Arbeitsprozess weiter geführt werden, diesmal zunächst im Plenum und dann in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen.

Da innerhalb dieser Arbeitsgruppen sehr intensiv und konstruktiv über Ziele und Handlungserfordernisse diskutiert wurde und der Zeitplan für diesen Abend zu einem verfrühten Themenwechsel geführt hätte, fanden die Teilnehmer den Konsens, dass der Arbeitsprozess verlängert wird und die nächsten vier thematischen Arbeitgruppen in einer zusätzlichen Werkstatt vertieft werden. Einmal mehr wurde deutlich, dass Kommunikation eine Schlüsselrolle für eine integrierte Stadtentwicklung einnimmt und zu gemeinsamen Ergebnissen führt.

Somit folgen noch drei Werkstätten, in denen das Leitbild mit den Nordhäuser Bürgern und Akteuren erarbeitet wird. In den Arbeitsgruppen der nun folgenden dritten Werkstatt im September stehen die strukturellen und übergreifenden Themen: Soziales Zusammenleben/ Familienfreundlichkeit, Kommunikation und Engagement der Bürger, regionale Verflechtung sowie Energie und Klima auf der Tagesordnung.

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Protokoll Bürger- und Akteursgremium 5. Juni 2014 TOP

3. Werkstatt - 10. September 2014

Nach der Sommerpause ging die Arbeit im Bürger- und Akteursgremium mit frischem Elan weiter. Das Gremium fand sich wieder am Mittwoch, den 10. September 2014 um 18 Uhr in der großen Aula des Herder-Gymnasiums ein.

Die dritte Werkstatt war als Fortsetzung der zweiten zu verstehen. Da im Juni beschlossen wurde, mehr Zeit für die Diskussion einzuräumen, wurden dort nur vier von acht Themenfelder behandelt. Diesmal wurden die übrigen vier Themen bearbeitet. Dabei ging es um Kommunikation und Bürgerengagement, regionale Verflechtung, Soziales Zusammenleben und Familienfreundlichkeit sowie um Energie und Klima, welche wieder in einzelnen Arbeitsgruppen vertieft besprochen wurden. Die angeregte Diskussion der ca. 50 Teilnehmer bestätigte das Interesse der Nordhäuser Bürger an ihrer Stadt.

Innerhalb der Arbeitsgruppen wurden erneut Ober- und Unterziele formuliert sowie erste Handlungsansätze zum Erreichen dieser Ziele gemeinsam festgehalten.

Die nächste Werkstatt wird am 21. Oktober, diesmal im Ratssaal des neuen Bürgerhauses stattfinden. Hier soll ein erster Leitbildentwurf diskutiert und aus konkretisierten Handlungsansätzen Aufgaben für die Stadtentwicklung formuliert werden.

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Protokoll Bürger- und Akteursgremium 10. September 2014

Leitbildentwicklung

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4. Werkstatt - 21. Oktober 2014

Nach Abschluss der thematischen Arbeitsgruppen im September wurden die Ergebnisse aufbereitet und strukturiert. Im Vorfeld der Werkstatt wurde allen Teilnehmern ein Leitbildvorentwurf geschickt, zu welchem um Rückmeldung gebeten wurde. In fünf abgeleiteten Handlungsfeldern wurden Aufgabenbereiche für die Stadtentwicklung diskutiert und Rückmeldungen im Plenum aufgenommen.

Innerhalb der produktiven Arbeitsatmosphäre kamen wertvolle Hinweise von über 40 Bürgern und Akteuren aus Nordhausen, welche nunmehr schon über ein halbes Jahr lang kontinuierlich am Leitbild mitarbeiten.

Eine weitere Werkstatt steht noch aus, die Anfang des Jahres 2015 stattfinden wird. Dort werden die Strategieentwicklung für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, Maßnahmen und die Umsetzungsvorbereitung im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

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Protokoll Bürger- und Akteursgremium 21. Oktober 2014

Leitbildentwicklung

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Leitbild Nordhausen am Harz 2030
Entwurf (Stand Februar 2015)

Bedeutung des Leitbildes

Stadtentwicklung braucht klare Orientierungen. Angesichts des Konfliktpotenzials, das in den unterschiedlichen Bedarfslagen der vielfältigen Akteure der Stadtentwicklung angelegt ist, erscheint ein allen konkreten Planungen vorgelagerter Prozess der Konsensbildung und Zielfindung unabdingbar. Das Ergebnis dieses Prozesses ist das Leitbild, dabei sind seine Inhalte mindestens ebenso wichtig wie der Weg, der zu diesen Inhalten geführt hat. Umfassende Beteiligung, Transparenz und fairer Umgang mit Interessenskonflikten sind dabei Grundforderungen, die zu erfüllen sind. Nur wenn sich alle Beteiligten in den Formulierungen des Leitbildes wiederfinden, kann es die beabsichtige Wirkung entfalten: als langfristig stabiler, verbindlicher Rahmen für politische Entscheidungen, Verwaltungshandeln und privates Engagement.

Leitbild der Stadt Nordhausen am Harz für 2030

Das hier formulierte Leitbild ist die strukturierte Zusammenfassung der Ziele für Nordhausen 2030, wie sie im Bürger- und Akteursgremium auf der Grundlage einer Analyse der Stärken und Schwächen der Stadt Nordhausen sowie der Chancen und Risiken für ihre künftige Entwicklung formuliert wurden.

Das Leitbild beschreibt als Ausdruck eines gesellschaftlichen Konsenses den Zustand, in dem sich die Stadt Nordhausen im Jahr 2030 befinden soll. Es weist über fünf Handlungsfelder mit entsprechenden Aufgaben den Weg, wie dieser Zustand erreicht werden soll. Insofern nimmt das Leitbild Bürger, Verwaltung und Politik in die Verantwortung, ihre Beiträge zur Erreichung der gemeinsam entwickelten Ziele zu leisten:
Nordhausen am Harz ist eine weltoffene Bürgerstadt mit führender Rolle im „Dreiländereck Harz“. Unsere Stärke beruht auf wirtschaftlicher Kraft, Lebensqualität, Familienfreundlichkeit, ganzheitlicher Bildung und kultureller Vielfalt.

Diese „Vision“ ist eingebettet in die für alle Gemeinwesen zwingend zu erfüllende Grundforderung nach Nachhaltigkeit und somit sozialer, ökonomischer und ökologischer Zukunftsfähigkeit.

Mit diesem Oberziel sind 5 Handlungsfelder mit entsprechenden Zielen umrissen, für die sich Bürger und Akteure, Politik und Verwaltung gemeinsam engagieren:
Weltoffene Bürgerstadt – Führende Rolle im "Dreiländereck Harz" – Wirtschaftliche Kraft– Lebensqualität/Familienfreundlichkeit – Ganzheitliche Bildung und kulturelle Vielfalt


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Leitbildentwicklung

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Leitbild und ISEK 2030 - beschlossene Endfassung

Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept Nordhausen 2030 (ISEK Nordhausen 2030), beschlossen durch den Stadtrat der Stadt Nordhausen am 6.04.2016, wird auf den demografischen und energetischen Wandel reagiert und für den Zeitraum bis 2030 ein gesamtstädtischer Handlungsrahmen für den weiteren Stadtumbau formuliert.

Im Zuge der Fortschreibung des ISEK 2020 auf den Zeithorizont 2030 wurde in den Jahren 2014/2015 unter breiter Beteiligung von Bürgern und Akteuren ein Leitbild für die Stadt Nordhausen erarbeitet.

Darüber hinaus bildet das ISEK Nordhausen 2030 die Grundlage für erforderliche Zuschüsse aus Europäischen, Bundes- und Landesmitteln für die Umsetzung daraus abgeleiteter öffentlicher und privater Maßnahmen.

Für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nordhausen ist hiermit ein verlässliches Instrument geschaffen worden, auf das sie ihre persönlichen und gesellschaftlichen Ziele ausrichten können.

Weiterhin Gültigkeit haben die Teilkonzepte (Rahmenpläne Nordhausen-Ost und Altstadt) aus dem ISEK 2020, beschlossen durch den Stadtrat am 17.09.2008

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