1075 Jahre Nordhausen

Neueröffnung Theatervorplatz

Ein neuer Platz für die Zukunft - nach knapp einem Jahr Bauzeit eröffnet von Kindern: Mit einem großen Fest ist am Montag der neugestaltete Theaterplatz freigegeben worden. Kinder der Käthe-Kollwitz-Schule hatten 1075 Luftballons in die Luft steigen lassen, nachdem sie mit der Oberbürgermeisterin das traditionelle Band durchgeschnitten hatten. Die Eröffnung des Theaterplatzes - ein Begleitprojekt zur Landesgartenschau - war zugleich der Startschuss für die Feiern zum 1075. Geburtstag der Stadt Nordhausen.

Es ist Leben in der Stadt

„Die gute Stube der Stadt - allerdings nicht nur zum Vorzeigen, sondern zum Treffen und zum Feiern für die Menschen in Nordhausen und ihre Gäste“, so charakterisierte Wolfgang Schmidt vom Thüringer Innenministerium den Anspruch des Platzes. „Ich bin froh, dass ein wichtiger Raum der Stadt - ein Erlebnisraum mit völlig neuer Qualität - ein schönes Gesicht bekommen hat. In Nordhausen ist ein Idealzustand Wirklichkeit geworden: Es ist Leben in der Stadt, die Menschen werden zur Aktivität animiert und lassen sich animieren. Und diese Entwicklung wird das Innenministerium gern unterstützen“

Mit der Einweihung, so Schmidt weiter, sei ein weiteres wichtiges Etappenziel zur Landesgartenschau erreicht. „Und es ist sehr angenemehm, mitzuerleben, wie in Nordhausen alle Fraktionen des Nordhäuser Stadtrates bei der Stadtumgestaltung an einem Strang ziehen.“

Der Platz trage – wie die zur Zeit laufende gesamte Modernisierung der Stadt – dazu bei, das Image von Nordhausen zu verbessern, das seit der Zerstörung im 2. Weltkrieg eine lange Leidensgeschichte durchlebt habe.

Heckengarten mit Rosen und Lavendel

Der Neubau des Platzes hat rund 1,3 Millionen Euro gekostet. 34.000 Euro hat die Stadt Nordhausen davon selbst bezahlt, der Rest sind je zur Hälfte Fördermittel von Bund und Freistaat. Mit der Neugestaltung kamen neue Ver- und Entsorgungsleitungen in die Erde, eine früher angrenzende Straße ist jetzt so umverlegt, dass der Verkehr nicht mehr direkt am Platz vorbeiführt, und zwischen Platz und Rautenstrasse wächst ein großer Heckengarten. Durch die Hecken entstehen kleine Plätze zum Flanieren und Sitzen, die unter anderem mit Lavendel und Rosen bepflanzt sind.

Eine Lindenreihe an der Wolfstraße begrenzt das Areal zu den benachbarten Häusern und deutet zugleich die Lage der ehemaligen Stadtmauer an.

Der Theaterplatz selbst ist als offene Fläche konzipiert und stellt das Theater jetzt deutlicher in den Vordergrund. Hier ist im Wortsinn der Platz für Feste, Märkte und open-air-Vorstellungen. Zugleich gibt der Platz einen attraktiven Rahmen, der dem Maßstab und der Bedeutung des Theaters für die Stadt entspricht.

Umgestaltung geht weiter: Rotbuche, Zwingerdach, Betonung der Stadtmauer
Nach der Platzeröffnung geht es mit der Umgestaltung des Areals noch weiter: Eine Rotbuche kommt noch vor das Theater, der benachbarte Zwingereingang bekommt ein Dach, die angrenzende Stadtmauer soll noch stärker betont werden durch eine Neuordnung ihres Umfeldes nach dem Konzept: Mehr Ordnung, mehr Luft, mehr Farbe und durch die Sanierung der „Nachtigallenpforte“ der Stadtmauer als Eingang zur Altstadt.

Einheimische Firmen

Der Neubau des Platzes war die Sache einheimischer Firmen: Der Generalunternehmer kommt aus dem benachbarten Ort Petersdorf, die Grünanlagen hat ein Nordhäuser Parkservice gestaltet, die Behinderten-Zufahrt zum Theater und die Einfassungen für die Beete sind Werk eines Nordhäuser Schmiedes.