Ilsetraut Glock

Frau Ilsetraut Glock wurde am 8. April 1915 als Ilsetraut Grabe in Nordhausen geboren. Sie hat sich in hohem Maße in ihrer Heimatstadt engagiert und um die Entwicklung der Kunst außerordentlich verdient gemacht. Dafür wurde ihr am 13. Mai 2002 im Theater Nordhausen die Ehrenbürgerschaft der Stadt Nordhausen verliehen.

Ilsetraut GlockIhr Abitur machte sie 1934 am Gymnasium Nordhausen. Von 1935 bis 1937 studierte sie Malerei und Grafik bei Prof. Wöhler in Hannover, anschließend bis 1928 an der Werkkunstschule Hildesheim. Kurz nach der Aufnahme an die Kunsthochschule Berlin brach der II. Weltkrieg ihre Ausbildung ab. Nach ihrer Heirat 1941 übersiedelte sie nach Berlin.1947 bis 1948 war sie als Bühnenbildnerin am Stadttheater Nordhausen tätig. In dieser zeit befreundete sie sich Hann Trier lernte Rudolf Hagelstange kennen. Seit 1950 ist sie freischaffende Künstlerin in Bonn.
Mit dem Fall der innerdeutschen Grenze führte sie der Weg wieder in die Heimatstadt zurück. Bereits im Hochsommer 1995 fand die erste Ausstellung ihrer Kunst in einer Galerie in Nordhausen statt.
Während der Begegnungen und Gespräche mit Nordhäuser Bürgerinnen und Bürgern wurde die Idee geboren, einen Teil ihres künstlerischen Lebenswerkes und den von ihr im Laufe der Jahre erworbenen Grafiken anderer Künstler eine Heimstatt zu geben.
Realisiert wurde dieses mit der Gründung einer Kunststiftung, der „Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung“ im Jahr 1998, mit dem Ziel, Freunden der Kunst ein Forum zu geben, aber vor allem junge Künstler zu fördern. Das notwendige Gründungskapital wurde von ihr ebenfalls eingebracht. Aus den Erträgen der Stiftung wird ein Preis ausgelobt. Die Preisverleihung findet alle zwei Jahre statt, die erste Preisverleihung war 1999.
Unermüdlich organisiert sie Ausstellungen in Nordhausen, in Thüringen und bundesweit. Der Name unserer Stadt wird damit auf besondere Weise und über die Kunst bekannt gemacht.
Ilsetraut Glock ist nicht nur freischaffende Künstlerin, sondern auch Kunstsammlerin und Stifterin.
Sie lebt und arbeitet seit 6 Jahrzehnten in Oedekoven bei Bonn und zählt heute zu den bedeutendsten Rheinischen Künstlern. Auszeichnungen und Kunstpreise, wie die August-Macke-Medaille der Stadt Bonn 1991 oder "Werkwechsel 2" , der Katalogpreis der Bundes-Gedok 1991 und die Ehrenmitgliedschaft der Gedok Bonn 2000 würdigten ihr bisheriges künstlerisches Schaffen. Ihre Werke sind u. a. im Rheinischen Landesmuseum und dem Kunstmuseum Bonn vertreten. 2003 wurde ihr der Thüringer Verdienstorden verliehen.

Ilsetraut Glock verstarb am 30. Januar 2013 in Bonn.