Dr. h.c. Lothar de Maizière

Herr Dr. h.c. Lothar de Maizière, geboren am 2. März 1940 in Nordhausen, erlebte im zerstörten Nordhausen das Ende des 2. Weltkriegs und seine ersten Schuljahre, bevor er mit seiner Familie nach Berlin zog. Er wurde am 17. November 2010 aufgrund seiner herausragenden Verdienste im Prozess der deutschen Wiedervereinigung zum Ehrenbürger der Stadt Nordhausen ernannt.

Dr. h.c. Lothar de MaizièreLothar de Maizière war in der DDR Musiker in verschiedenen Orchestern, ehe er aus gesundheitlichen Gründen zum Anwaltsberuf wechselte. Er war seit 1956 bis 1990 Mitglied der Ost-CDU und von 1986 bis 1990 Vizepräses der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Als Anwalt wurde er schnell von der Kirche zur Verteidigung von Menschen in die Pflicht genommen, die mit der Staatsgewalt in Konflikt geraten waren. Im Herbst 1989 übernahm de Maizière den Vorsitz der Ost-CDU. Nach dem Sieg der „Allianz für Deutschland“ bei den Wahlen im März 1990 war er als 1. frei gewählter Ministerpräsident der DDR maßgeblich am Prozess der deutschen Einheit beteiligt. Nach Stasi-Vorwürfen zog er sich im Oktober 1991 aus der Politik zurück. Seitdem arbeitet er wieder als Anwalt in Berlin.

(Quelle: Thüringer Allgemeine, vom 19.03.2011)